Name: Gundelsdorf
Betriebstellenart: Haltestelle
RL100-Kürzel: NGD
Kategorie: 6
Bundesland: Bayern
Aufgabenträger: BEG
Bahndirektion: N├╝rnberg
Eröffnung: 20.02.1861
Auflösung: -
Strecke(n): 5010 Hochstadt-Marktzeuln-Ludwigsstadt (RB-Grenze) (km 20,29)
Koordinaten: N 50°16'50.1", E 11°18'03.9"

Die Station wurde 1861 mit Eröffnung des Abschnitts von Hochstadt nach Gundelsdorf eröffnet und war bis 1863 Endbahnhof der Frankenwaldbahn. Große Bedeutung hatte die Station für die örtliche Industrie. Wichtigster Kunde war die König-Ludwig-Zeche in Reitsch die Kohle zum Bahnhof beförderte. Das erfolgte mit Unterbrechungen von 1875-1888, 1919-1926 und zuletzt 1945-1949. Bis 1888 erfolgte der Transport über eine Pferdeeisenbahn. Ab 1919 wurde eine Seilbahn errichtet die bis 1926 in Betrieb war. Zu den direkt am Bahnhof verladenen Gütern zählten Kalk, Sand, Schiefer und sogar Christbäume.

Weiterhin gab es ab 1898 Gleisanschluss zur Dampfziegelei Marie. Während des Zweiten Weltkriegs wurden dort Geschosskörbe hergestellt womit auch ein dunkles Kapitel des Bahnhofs einherging. Auf dem Betriebsgelände entstand 1944 eine Außenstelle des KZ Flossenbürg. Nach dem Krieg erfolgte der Niedergang. So wurde der Bahnhof 1961 zur Ausweichanschlussstelle und 1993 zur Haltestelle degradiert. Der Anschluss zur Dampfziegelei, die ihren Betrieb in den 1960er Jahren einstellte wurde 1976 abgebaut. Das Empfangs- und Nebengebäude wurden schon 1974 abgerissen. Geblieben waren nur der Geräteraum mit Fahrradunterstellmöglichkeit der ebenfalls schon verschwunden ist. Heute zählen zwei Wartehäuschen zur Ausstattung für die Fahrgäste des hier haltenden Regionalexpresses nach Nürnberg und Leipzig bzw. Saalfeld.


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(Aufnahmedatum: 11.01.2020)



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