Bahnstrecke Neuses (b Kronach) - Weißenbrunn


Kursbuchstrecke 1954: 414s
Streckennummer: 5011
Streckenlänge (km): 5,29
Spurweite (mm): 1435

tra_io.png 5010 nach Ludwigstadt
bf_ii.png 0,00 Neuses (b Kronach)
abzw_liau.png 5010 von Hochstadt-Marktzeuln
abzw_raau.png 1,1 Industriewerk Rau (Anst)
hp_aa.png 2,06 Hummendorf
hp_aa.png 3,37 Reuth-Thonberg
bf_aa.png 5,02 Weißenbrunn
tre_au.png 5,29 Quarzsandwerk Bauer (Anst)
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Bereits 1899 wurde ein erstes Anliegen eines eigens gegründeten Lokalbahnkomitees an die bayerische Regierung gerichtet welches einen Anschluss Weißenbrunns an die Frankenwaldbahn forderte. Aber erst 1907 war die Mission mit Erfolg gekrönt und die Genehmigung zum Bau einer Güterbahn wurde erteilt. Aufgrund von Problemen bei der Grundstücksbeschaffung erfolgte der Baubeginn aber erst 1914. Der erste Weltkrieg sollte dann für weitere Verzögerungen sorgen. Die feierliche Eröffnung fand daher erst 1916 statt. Wegen dem Neubau eines Krankenhausen in Weißenbrunn und einem Mangel an Autobussen fand im Zeitraum zwischen 1947 und 1954 sogar spärlicher Personenverkehr statt der sich im Sommerfahrplan 1953 auf gerade mal vier Zugpaare beschränkte. Immerhin waren ab 1950 auch Sonntags zwei Zugpaare unterwegs.

Eine betriebliche Besonderheit im Bahnhof Neuses war zum Schluss die fehlende Weiche für Züge Richtung Kronach. Das zu dieser Zeit schon abgebaute Ladegleis zum Güterschuppen hinterließ eine Lücke die nicht mehr geschlossen wurde. Das Streckengleis endete damit am Empfangsgebäude und war nur über eine Sägezahnfahrt über das Gegengleis von Lichtenfels zu erreichen.

Der Güterverkehr war zu jeder Zeit als übersichtlich zu bezeichnen. So gab es zu Anfang nur ein Güterzugpaar an Werktagen. Ab Mitte der 1960er Jahre erhöhte sich die Zahl auf zwei Zugpaare. In den 1980er Jahren reduzierten sich die Bedienungen aufgrund des gesunkenen Frachtaufkommens auf Montag, Mittwoch und Freitag. Hauptkunde war bis zuletzt das Quarzsandwerk Bauer in Weißenbrunn. Weiterhin soll auch das ehemalige Pepsi-Werk über die Bahn Ladungen erhalten haben. Die Strecke wurde schliesslich 1996/1997 bis zur Rodachbrücke in Neuses zurückgebaut. Hoffnungen der Stadt Kronach für eine dauerhafte Anbindungen ins Industriegebiet zerschlugen sich leider. So wurde zuletzt 2011 die Weiche am Abzweig der Frankenwaldbahn ausgebaut. Auch das Streckengleis ist zwischenzeitlich komplett verschwunden. Die Brückenbauwerke an der Rodach mussten 2014 bei Hochwasserschutzmaßnahmen weichen.

Streckenchronik:

26.06.1908 Aufnahme in Lokalbahngesetz
01.08.1916 Eröffnung
Mai 1947 Aufnahme Personenverkehr
22.05.1954 Einstellung Personenverkehr
01.05.1988 Sonderfahrt mit 798 628 und 998 751
19.09.1987 Sonderfahrt mit 333 123 anlässlich einer Katastrophenschutzübung
06.11.1993 Sonderfahrt mit 796 724 und 996 755
20.09.1994 Sonderfahrt mit 796 724 und 996 735
24.09.1994 Einstellung Güterverkehr
27.12.1994 Bescheid zur Stilllegung
01.03.1995 Stilllegung
1997 Rückbau der Gleise bis Industriegebiet Neuses
2011 Ausbau der Weiche am Bahnhof Neuses
2014 Abriss der Brücke über die Rodach

Weiterführende Literatur:

  • Bernd Schmitt/Gerald Hoch, Nebenbahnen in Oberfranken, Verlag Michael Resch Coburg, 1. Auflage 1999
  • Kerstin Schäfer, Die Hochbauten der oberfränkischen Nebenbahnen. Verlag Michael Resch Coburg, 1. Auflage 2013

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