Bahnstrecke Sonneberg (Thür) - Stockheim (Oberfr)


Kursbuchstrecke 1944: 190m
Kursbuchstrecke 1972: 828
Streckennummer: 5013
Streckenlänge (km): 12,69
Spurweite (mm): 1435

tra_io.png 5121 von Coburg
hp_ii.png 21,82 Sonneberg (Thür) Ost
abzw_riau.png 5121 nach Lauscha
abzw_laau.png 22,97 EKS /Raab-Karcher/Agro-Chemisches Zentrum (Anst)
hp_aa.png 24,80 Föritz
bf_aa.png 28,29 Neuhaus-Schierschnitz
tre_at.png 30,03 Innerdeutsche Grenze (1945-1990)
hp_aa.png 30,93 Burggrub
tre_at.png 34,16 RBD-Grenze (1922-1945)
abzw_liao.png 5010 von HochstadtMarktzeuln
hp_ii.png 34,79 Stockheim (Oberfr)
tra_iu.png 5010 nach Ludwigsstadt (- Probstzella)
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Die im Buch über die Eisenbahn im Sonneberger Land als "stählerne Trasse in Richtung Osten" bezeichnete Strecke hat eine bewegte Geschichte hinter sich. Schon 1878 tauchte ein Bahnprojekt auf das Pressig-Rothenkirchen mit Sonneberg verbinden sollte. Eine Führung über Oberlind oder direkt nach Probstzella lehnte die Werra-Eisenbahn-Gesellschaft (WEG) als unausführbar und zu teuer ab. Auch Coburg erklärte die Trasse als von "großer Bedeutung" für die Stadt. Erst als 1890 auf Drängen der Sonneberger Handelskammer, die mit kürzeren Reisezeiten und günstigeren Frachtsätzen aufgrund der geringeren Entfernung argumentierte, erfolgte der Durchbruch für eine Führung über Neuhaus und Burggrub. Die WEG verzögerte den Bahnbau jedoch erheblich aus Furcht von den finanziellen Einbußen durch geringere Frachteinnahmen. Erst nach der Übernahme der Werrabahn durch den Preußischen Staat gelangten die Planungen zum Abschluss. Auch der Streckenbau verzögerte sich da man sich nicht einigen konnte in welcher Form die Strecke bei Stockheim in die Frankenwaldbahn eingefädelt werden sollte. So endeten die Züge zuerst in Neuhaus-Schierschnitz. Schliesslich einigte man sich auf eine parallele Führung bis zum Bahnhof Stockheim.

Der Betrieb der Strecke entwickelte sich zunächst hervorragend. So avancierte sie in den 1930er Jahren zu einer eingleisigen Hauptbahn mit einem Eilzugpaar Coburg-Sonneberg-Weimar. Nach dem zweiten Weltkrieg verkehrten ab 14.05.1945 wieder Züge um Kohle aus den Stockheimer Bergwerken abzuholen. Dieser Verkehr kam aber schon am 03.07.1945 mit Ziehung der Demarkationslinie zwischen Thüringen und Bayern wieder zum Erliegen. Die letzte grenzüberschreitende Fahrt war am 17.02.1949 als eine Sonneberger Lok 31 Schadwagen in Burggrub "abholte". Betitelt wurde dies in der Presse als "Waggonraub an der Zonengrenze". Auf thüringischer Seite endete der Berufsverkehr zur Porzellanfabrik in Neuhaus im September 1967, der Güterverkehr im Oktober 1970. In Bayern sollte sich der Pendlerverkehr zu den Stockheimer Bergwerken noch bis zum September 1972 halten. Lieferungen zur Porzellanfabrik Eversberg in Burggrub endeten im Februar 1987.

Streckenchronik:

15.12.1900 Köppelsdorf-Oberlind - Neuhaus-Schierschnitz (Eröffnung)
01.07.1901 Neuhaus-Schierschnitz - Stockheim (Eröffnung)
03.07.1945 Neuhaus-Schierschnitz - Burggrub (Einstellung Gesamtverkehr)
xx.12.1946 Sonneberg Ost - Neuhaus-Schierschnitz (Wiederaufnahme Personenverkehr)
05.09.1948 Burggrub - Stockheim (Wiederaufnahme Personenverkehr)
24.09.1967 Sonneberg - Neuhaus-Schierschnitz (Einstellung Personenverkehr)
xx.10.1970 Sonneberg - Neuhaus-Schierschnitz (Einstellung Güterverkehr)
12.07.1972 Burggrub - Stockheim (Genehmigung zur Stillegung)
30.09.1972 Burggrub - Stockheim (Einstellung Personenverkehr)
28.02.1987 Burggrub - Stockhheim (Einstellung Auslaufbetrieb)

Detaillierte Streckenchronik anzeigen


Weiterführende Literatur:

  • Bernd Schmitt/Gerald Hoch, Nebenbahnen in Oberfranken, Verlag Michael Resch, 1. Auflage 1999
  • Siegfried Bufe, Eisenbahn im Oberfranken, Bufe-Fachbuch-Verlag, 1. Auflage 1982
  • Wolfgang Beyer, Eisenbahn im Sonneberger Land, Verlag Michael Resch, 1. Auflage 1997
  • Ulrich Rockelmann/Thomas Neumann, Die Frankenwaldbahn, EK-Verlag, 1. Auflage 1997

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