Bahnstrecke Bodenwöhr Nord - Nittenau
Kursbuchstrecke 1944: | 423e |
Streckennummer: | 5803 |
Streckenlänge (km): | 10,82 |
Spurweite (mm): | 1435 |
5800 von Furth im Wald | ||
0,00 | Bodenwöhr Nord | |
5802 nach Rötz | ||
0,27 | Streckenbeginn, W 308 | |
5800 von Schwandorf | ||
1,7 | Bodenwöhr Hütte (bis etwa 1940 Bodenwöhr Ort) | |
2,6 | Bodenwöhr Maxhütte (Anst) (bis 1971) | |
2,7 | Bodenwöhr Fischer (Anst) (bis 27.05.1990) | |
4,9 | Bruck (Oberpf) (bis 27.05.1990) | |
6,3 | Bruck (Oberpf) Lehmer (Anst, bis 27.05.1990) | |
7,1 | St Hubertus (bis 1920) | |
8,20 | Nittenau (seit 31.08.2012) | |
8,43 | DB-Grenze (ab 31.08.2012) | |
8,75 | Nittenau Schwinger (Anst) (seit 2002) | |
9,07 | Gleisende | |
10,74 | Nittenau (bis 31.08.2012) | |
10,83 | Streckenende, Gl 1 (bis 31.08.2012) |
Schon 1889 gab es einen ersten Antrag eines in Nittenau gegründeten Eisenbahnkomitee zum Bau einer Lokalbahn von Regensburg nach Nittenau durch das Regental ab Regenstauf, der aber keine weitere Beachtung fand. Schließlich übernahm das Komitee 1892 die Projektierungskosten einer Planung durch die Lokalbahn AG München. Allerdings stellte sich die Realisierung als technisch zu aufwändig und zu teuer heraus. Es folgte 1896 ein Antrag der Staatsbahn eines Anschlusses von Nittenau von Norden aus, der aber auf keine rechte Begeisterung stieß, da man eher nach Regensburg orientiert sei. Erst der Nachweis der Staatsbahn für eine Ausrichtung des Güterverkehrs nach Norden und eines beachtlichen Potentials für den Personenverkehr nach Roding folgten die nächsten Planungsschritte.
Das Hüttenamt Bodenwöhr beantragte am 24.01.1905 den Anschluss des Hüttenwerks, um zweimal täglich Ladungen zum Bahnhof Bodenwöhr Nord transportieren zu können. Die ursprüngliche Idee diesen als Schmalspurbahn zu realisieren, wurde wieder verworfen und die Lokalbahn schließlich östlich des Marktes projektiert, um den normalspurigen Anschluss zu ermöglichen.
Der Personenverkehr sollte entgegen der ursprünglichen Prognose keine große Rolle spielen und wurde schon zum 22.05.1955 eingestellt. Auch die Anzahl der Anschließer im Güterverkehr hat sich auf einen letzten Kunden reduziert. Das Hüttenwerk Bodenwöhr wurde schon seit 1971 nicht mehr bedient. Auch der später errichtete Anschluss Fischer wurde zusammen mit dem Lagerhaus in Bruck und dem Anschluss Lehmer zum 27.05.1990 als Tarifpunkt aufgelöst. Es folgte im November 2000 das insolvente Spanplattenwerk Schlingmann in Nittenau-Bergham.
Letzter Güterkunde der Strecke ist das Granitwerk Schwinger in Nittenau. Dieser errichtete 2002 eine Schotterverladung auf freier Strecke. Davor wurde dann 2012 ein eigens dort realisiertes Umfahrungsgleis faktisch zum neuen Bahnhof Nittenau. Damit entfielen die Rangierfahrten zum alten zu klein gewordenen Bahnhof. Der nicht mehr genutzte Streckenteil wurde zum 31.08.2012 stillgelegt und abgebaut. Heute liegt teilweise ein Radweg auf der ehemaligen Trasse.
Streckenchronik:
10.08.1904 | Aufnahme in Lokalbahngesetz |
05.11.1907 | Eröffnung |
22.05.1955 | Einstellung Personenverkehr |
02.06.2010 | Genehmigung Stillegung km 8,43-10,83 |
31.08.2012 | Umsetzung Stillegung km 8,43-10,83 |
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Weiterführende Literatur:
- Walther Zeitler, Eisenbahnen in Niederbayern und der Oberpfalz, Buch & Kunstverlag Oberpfalz , 2. Auflage 1997
- Gerald Hoch & Andreas Kuhfahl, Nebenbahnen in der Oberpfalz, Eisenbahn-Fachbuch-Verlag, 2000
Externe Links:
- Bahnstrecke Bodenwöhr-Nittenau - Wikipedia
- Bahntrassenradeln - Details BY4.09a [Achim Bartoschek]
- Kursbuch 1944, KBS 423c-h