Bahnstrecke Forchheim (Oberfr) - Ebermannstadt (Wiesenttalbahn)


Kursbuchstrecke 1944: 414k
Kursbuchstrecke 2014: 821
Streckennummer: 5113
Streckenlänge (km): 14,12
Spurweite (mm): 1435

tra_io.png 5900 nach Bamberg
bf_ii.png 0,00 Forchheim (Oberfr)
abzw_laiu.png 5112 nach Höchstadt (Aisch)
abzw_ii.png 1,08 Trubbachbrücke (Abzw)
abzw_liiu.png 5900 nach Nürnberg Hbf
hp_ai.png 2,2 Siegritzau (bis 1927)
hp_ii.png 3,36 Pinzberg
hp_ii.png 4,51 Gosberg
hp_ii.png 6,11 Wiesenthau
hp_ii.png 8,83 Kirchehrenbach
hp_ai.png 10,7 Kolmreuth (bis 1927)
hp_ii.png 12,25 Pretzfeld
bf_ii.png 14,77 Ebermannstadt
tre_ii.png 15,20 Betriebsgrenze DB/DFS
abzw_raiu.png nach Heiligenstadt (Oberfr) (exKBS 414m)
tra_iu.png 9585 nach Behringersmühle
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Die auch als Wiesenttalbahn bezeichnete Strecke wurde ursprünglich von der Bayerisch Königlichen Staatseisenbahn gebaut und betrieben. Ebenso fiel auch die 1915 eröffnete Stichstrecke von Ebermannstadt über Gasseldorf nach Heiligenstadt noch in die Länderbahnzeit. Die Fortführung von Gasseldorf nach Behringersmühle wurde dagegen bereits unter der Regie der Deutschen Reichsbahn in mehreren Etappen von 1922 bis 1930 durchgeführt. Das langsame Fortkommen war dabei den Auswirkungen der Weltwirtschaftskrise zuzuschreiben. Pläne für eine Verlängerung nach Pottenstein oder bis zur Hauptstrecke nach Pegnitz kamen somit später auch nicht mehr zur Verwirklichung. Zu Anfang hatte sowohl die Wiesenttalbahn als auch die Aischgrundbahn nach Höchstadt ein eigenes Gleis vom Forchheimer Bahnhof neben der Hauptstrecke Nürnberg-Bamberg. Dieses entfiel 1990 und wurde durch den Abzweig Trubbachbrücke von der Hauptstrecke Nürnberg-Bamberg ersetzt. Seither beginnt die Strecke eigentlich erst bei Kilometer 1,077.

Heute endet die DB-Strecke, die noch bis 1976 bis nach Behringersmühle reichte, an einem Stumpfgleis im Bahnhof Ebermannstadt. Ab hier beginnt die vom Verein Dampfbahn Fränkische Schweiz e.V. betriebene Museumsbahn. Von April bis Oktober finden hier an Sonn- und Feiertagen fahrplanmäßige Fahrten mit historischem Material statt. Für diesen Abschnitt wurde dann auch die private Streckennummer 9585 vergeben. Die Beschreibung der DFS-Strecke ist über den unten stehenden Link zu erreichen.

Die Geschichte der Wiesenttalbahn kann eigentlich nicht ohne die 1915 eröffnete und 1968 stillgelegte Zweigstrecke von Ebermannstadt nach Heiligenstadt erzählt werden. Die erste Verlängerung führte schliesslich nicht weiter in das Wiesenttal hinein sondern folgte erst hinein ins Leinleitertal und sollte sogar über Hollfeld bis nach Bayreuth führen. Die schwierige topographische Führung, die Wirren des ersten Weltkriegs und der folgende wirtschaftliche Niedergang sollten diesen Plänen aber ein baldiges Ende setzen. Der noch existierende Abschnitt bis Gasseldorf wird heute von der Wiesenttalbahn genutzt.

Seit 2011 wird die Strecke im Rahmen der Ausschreibung "Dieselnetz Oberfranken" mit Zügen der Agilis befahren.


Streckenchronik:

01.06.1891 Eröffnung
31.12.1994 Einstellung Güterverkehr

Weiterführende Literatur:

  • Bernd Schmitt, Gerald Hoch, Nebenbahnen in Oberfranken, Verlag Michael Resch Coburg, 1. Auflage 1999
  • Siegfried Bufe, Eisenbahn in Oberfranken, Bufe-Fachbuch-Verlag München, 1. Auflage 1982

Externe Links:


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